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 Das KurzGeschichten-Spiel

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Ambar1980
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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Sa 8 März 2014 - 19:57

So, meinen Lieben. Habe heute meine KG zu den drei Wörtern geschrieben.  schreiben Ich hoffe sie wird euch gefallen. Leider ist sie doch etwas länger geworden.  tutmirleid Keine 2 einhalb sondern genau 3 Seiten lang.  rotwerd Ich hoffe, ihr findet das nicht so schlimm. Werde versuchen es, wenn ich wieder hier teilnehme mich auch an die 2 einhalb dann zu halten.  zwinker So lange Rede, kurzer Sinn. Hier nun meine KG für euch.  :D 


Es war einmal.....Nein, so kann ich meine Kurzgeschichte nicht anfangen. Auch wenn es sich hierbei um ein Märchen handelt. Aber fängt nicht jedes Märchen so an. Okay, ich versuche es noch Mal. Und diesmal ganz anderes. Ich stelle euch nun den jungen Mann meiner Kurzgeschichte vor. Prem Kapoor, einen Geschäftsmann, der sich weit nach oben gearbeitet hatte in der Geschäftswelt von London. Prem hatte alles was man sich nur wünschte. Doch leider war Prem auch sehr stolz und eingebildet gewesen. Immer wieder stand er vor seinem Spiegel und betrachtete sich darin. Genauso wie die böse Königin aus Schneewittchen. Tja, ein sehr eingebildete junger Mann, nicht wahr. Auch wenn Prem schon sehr viel in seinem Leben erreicht hatte, wollte er noch immer mehr und mehr erreichen. Doch Prem wird bald merken, dass sein Leben sich schlagfertig verändern wird. Das nicht Geld und Karriere das wichtigste im Leben sind.

„Mister“ hörte Prem eines Tages eine alte Frau zu ihm sagen, als er im Einkaufszentrum seinen Rundgang wieder machte. Prem drehte seine Kopf zu der Person um, von dem die Worte stammen. „Möchten sie, dass ich ihnen die Zukunft vorhersage?“ fragte die alte Frau. Prem rollte mit seinen Augen genervt. „Gute Frau, ich habe keine Zeit dafür“ sagte er und wollte gerade weggehen, als die alte Frau sein Handgelenk ergriff und ihn ernst in die Augen dabei schaute. „Ich glaube aber, dass du das solltest, Prem“ sagte sie und ihre Augen schauten ihn mit einen durchdringenden Blick an. „Ja, sehr komisch. Sie wurden sicherlich dafür engagiert. Einer meiner Freunde hat sie dafür engagiert. Sicherlich Raj“ erwiderte Prem und wollte sich dem Griff der alten Frau entziehen. Doch die alte Frau war kräftiger als sie aussah, und ihre alte knochige Hand hielt weiterhin sein Armgelenk fest umschlossen. „Freunde, du meinst die Freunde die nur wegen deinem Geld bei dir sind. Und Raj, der ist genauso aus dem gleichen Grund mit dir befreundet“ sagte die alte Frau zu ihm. Prem musste schlucken als er das hörte. Auch fragte er sich wieso niemand was sagte oder was tat. Einige Passanten gingen vorbei, wobei einige Blicke zu ihm gingen. Aber niemand machte was. „Das wird mir jetzt zuviel“ sagte Prem, als die alte Frau sein Armgelenk wieder los ließ. Prem drehte sich um und ging einige Schritte weiter weg. Er wollte nicht länger bei dieser alten Frau verweilen. „Prem Kapoor. Auch wenn du dich immer wieder im Spiegel betrachtest. Es kommt auf die innere Schönheit an. Nicht auf die äußere Schönheit. Du wirst schon sehen, wie tief im Inneren du aussiehst. Du wirst dich vor deinen eigenen Spiegelbild erschrecken“ rief sie Prem hinterher und lachte dabei höhnisch auf. „Na warte, alte Hexe“ sagte sich Prem, als er einen Wachmann sah. „Hey sie“ rief er zu ihm rüber. „Könnten sie dafür sorgen, dass diese alte Frau unser Gebäude verlässt. Schließlich bezahle ich sie ja dafür“ sagte Prem im Befehlston. „Mr. Kapoor, welche alte Frau?“ fragte der Wachmann und schaute Prem mit verwirrten Gesichtsausdruck an. „Können sie nicht sehen, ich meine diese alte Schreckschraube“ wurde das Prem langsam so viel und er drehte sich um. Doch die alte Frau war verschwunden. „Seltsam, eben war sie noch da gewesen“ sagte Prem und griff sich mit seiner Hand durch seine Haare. „Wenigstens ist sie jetzt verschwunden“ sagte Prem und atmete erleichtert aus.

Die Nacht konnte Prem nicht gut einschlafen. Immer wieder hörte er die Worte der alten Frau. Am nächsten Tag stand er wie immer früh auf und ging ins Badezimmer um sich zu duschen. Mit einem Handtuch um seine Hüften gewickelt ging er wieder anschließend vor dem Spiegel um sich zu betrachten. Doch was er anschließend sah verschlug ihm die Sprache. „Nein, Nein, dass bin nicht ich“ sagte Prem, als er sein Spiegelbild betrachtete. Ein fremdes entstelltes Gesicht spiegelte sich nun vor ihm ab. Prem schloss seine Augen und machte sie zögerlich  wieder auf. Doch wieder sah er diese Fratze vor sich. „Das kann nur ein böser Traum sein“ sagte Prem. Doch auch als er sich in dem Arm gezwickt hatte, merkte er das er hellwach war und nicht träumte. „Ich bin zu einem Biest geworden. Einem schrecklichen Monster“ sagte er entsetzt und kauerte sich in die Ecke von seinem Badezimmer hin. Zutief saß der Schock in ihm, das er nicht mehr stehen konnte.

Einige Wochen später
Prem Kapoor war für die anderen verschwunden. Er tauchte nicht wieder bei seinem Job auf. Prem fragte sich die ganze Zeit, wieso niemand von seinem Freunden nach ihm suchte. Und auch von Raj hörte er nichts mehr. Auch wenn er sich ihnen nicht zeigen wollte, um ihnen den grässlichen Anblick zu ersparen. Dann fielen ihm wieder die Worte der alten Frau ein. "Waren meine Freunde wirklich nur wegen meinen Geld bei mir? War das wirklich so gewesen?“ fragte er sich. Die einzigen Anrufe, die Prem bekommen hatte, waren von seinem wütenden Vorgesetzten gewesen, die Prem über den Anrufbeantworter sich angehört hatte. „Ich bin verflucht“ kam ihm der Gedanke. „Ich muss diese alte Frau finden. Ich werde sie darum bitten, diesen Fluch von mir zu nehmen“ kam Prem der Gedanke. „Aber so wie ich jetzt aussehe, kann ich mich nicht draußen blicken lassen“  sagte er sich und suchte in seinem Kleiderschrank nach einem langen Mantel mit Kapuze, den er sich über zog. Als Prem sein Haus verließ bemerkte er, das es in den vergangenen Wochen kälter geworden war. Einzelne Schneeflocken fielen vom Himmel runter. Es war Winter geworden. Mit der Kapuze über seinem Gesicht gezogen ging Prem zu Fuß zum Einkaufszentrum. Er wollte schauen, ob die alte Frau wieder da war. Vor dem Gebäude blieb Prem stehen und atmete ein paar Mal ein und aus, als er das Gebäude betrat. Drinnen schien alles beim alten geblieben zu sein. Prem ging einige Passagen ab, und schaute ob er die alte Frau erblicken könnte. Aber sie war nicht zu sehen. Prem wurde bewusst, dass sie nicht da war und ihm wurde klar, dass er für den Rest seines Lebens so rumlaufen müsste, als er eine ihm bekannte Stimme vernahm. Sein Blick ging in die Richtung und er sah seinen Freund Raj, der sich gerade mit seinem Vorgesetzten unterhielt.

„Raj, was macht der denn hier?“ fragte sich Prem. Eigentlich wollte Prem so schnell wie es geht das Gebäude wieder verlassen. „Aber vielleicht könnte ich mich  Raj anvertrauen. Vielleicht kann er mir bei meiner Suche auch helfen“ kam ihm der Gedanke. Er wusste, wenn es einen gibt, dann war es Raj gewesen. Prem ging zu Raj rüber. „Sie haben sich wirklich gut hier eingearbeitet“ hörte Prem in dem Moment seinen Vorgesetzten sagen. „Ja, ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben. Ich werde sie auch nicht in Stich lassen, wie es Mr. Kapoor getan hatte“ sagte Raj und über sein Gesicht huschte ein süffisantes Lächeln. Prem wusste nicht, was er da gerade von ihm hörte. „Ich werde dafür sorgen, dass ihr Unternehmen viel mehr Gewinn erzielen wird. Prem Kapoor war schon immer ein kleines Licht gegenüber mir gewesen.“ In Prem kochte es innerlich, als er hörte wie Raj über ihm redete. Er, den er immer für seinen besten Freund gehalten hatte. Und nun musste er mitanhören, wie schlecht er über ihn redete. Er, den immer wieder aus der Patsche geholfen hatte, wenn er gerade wieder blank gewesen war. Da wurde Prem bewusst, dass er sich die ganze Zeit über getäuscht hatte. Prem war jetzt alles egal gewesen. Er wollte Raj nun sich zeigen. Auch wenn er sich jetzt vor aller Welt präsentieren würde. Aber das war es ihm wert. Doch gerade als er was sagen wollte, wurde er von jemanden anderen unterbrochen.

Eine junge Frau, die in ihrem Haar eine rote Rose eingeflochten hatte, ging erbost zu Raj hin. „Schämen sie sich“ sagte sie und verzog ihre Mundwinkel. „Wer sind sie denn?“ fragte Raj und schaute die junge Frau verwirrt an. „Wer ich bin? Das geht sie überhaupt nichts an. Aber eins kann ich ihnen sagen. Wenn sie weiterhin so schlimm über Prem Kapoor reden, dann bekommen sie es mit mir zu tun, Mr. Großmaul." „Mr. Großmaul“ wiederholte Raj ihre Worte. „Wachmann“ rief er erbost zu dem Wachmann rüber. „Sie brauchen mich nicht von ihm rauszuführen, ich werde von ganz allein rausgehen“ sagte die junge Frau und ging mit hocherhobenen Kopfes nach draußen. Prem überlegte, ob er die junge Frau kennen würde. Doch er wusste beim besten Willen nicht wer sie war. Prem wollte der Sache auf dem Grund gehen und ging ebenfalls nach draußen. Die junge Frau saß einige Meter entfernt auf einer Parkbank und wartete auf den Bus. Prem fasste sich den Entschluss. Er musste raus finden, um wem es sich handelte.  

„Miss“ sagte er als er vor der Parkbank stand. Die junge Frau schaute zu ihm hoch. „Wie schön sie doch ist“ kam Prem in dem Moment der Gedanke. „Ja“ sagte die junge Frau und schaute Prem mit prüfenden Blick dabei an. „Ich habe vorhin gehört, was sie zu diesem Mann im Einkaufszentrum gesagt hatten“ sagte Prem, während er seine Kapuze weiter ins Gesicht zog, damit sie keinen Schreck vor ihm bekam. Er hatte nichts dagegen gehabt, wenn Raj oder die anderen ihm so sehen würde. Aber wenn sie ihm so erblicken sollte. „Kennen sie denn diesen Mr. Kapoor?“ fragte Prem. „Ja, ich kenne ihn“ antwortete die junge Frau. Prem überlegte wieder und im geistigen Augen flogen einige Bilder von Frauen durch. Doch er konnte sich wirklich an diese Frau nicht erinnern. „Sie lügen“ sagte Prem. „Wie bitte?“ fragte die junge Frau und stand in dem Moment auf, dass beide sich nun gegenüber standen. Prem wich wieder etwas zurück, aus Angst sie könnte ihn unter der Kapuze erblicken. „Ich lüge überhaupt nicht“ sagte sie und stemmte ihre Hände gegen ihre Hüften. „Ich kenne Prem Kapoor aus Indien, als wir beide noch Kinder waren“ sagte sie in dem Moment. Da wurde Prem bewusst, wer da gerade vor ihm stand. "Sanjana Malhotra" sagte er in dem Moment. „Woher kennen sie meinen Namen“ sagte Sanjana und schaute nun Prem mit prüfenden Blick an. „Prem, bist du das etwa?“ fragte sie ihm in dem Moment. Prem kamen wieder die schönen Erinnerungen zurück. An seiner Kindheit, die er mit Sanjana zusammen in Delhi verbracht hatte. Bis seine Eltern damals entschlossen, Indien zu verlassen um in London ein neues Leben zu verbringen. Prem war damals sehr traurig gewesen. Sein Vater hatte ihm gesagt, dass er in London mehr erreichen konnte, als in Indien. Und das es Prem, wenn er größer war, auch verstehen würde. Prem schluckte, als er Sanjana vor sich stehen sah. „Nein, sie soll mich nicht so sehen“ sagte er sich und er wollte nur weg. Als in dem Moment ein kalter Windstoß ihm traf und die Kapuze wegwehte, die sein Gesicht die ganze Zeit über verbarg.

Schnell und reflexartig legte Prem seine Hände über sein Gesicht rüber. „Prem, du kannst es nur sein. Sonst kennt mich in London niemand“ sagte Sanjana und legte ihre Hand auf seiner Schulter ab. „Was hast du denn, Prem?“ fragte Sanjana. „Ich habe nichts“ antwortete Prem, noch weiterhin mit den Händen vor dem Gesicht gehalten. „Ich möchte nur nicht, dass du dich vor mir fürchten wirst, wenn du mich erblickst.“ „Ich werde mich nicht fürchten, Prem“ sagte die junge Frau. „Aber ich sehe entstellt aus. Ich möchte nicht, dass du noch Alpträume von mir bekommen wirst“ sagte Prem und schluckte etwas dabei. „Nein, das werde ich nicht. Und außerdem kommt es doch nicht auf die äußere Schönheit an" antwortete Sanjana und legte ihre Hände auf seine rauf und zog sie vom seinem Gesicht langsam runter. Über Prems Gesicht liefen Tränen runter. „Da siehst du es, ich sehe abscheulich aus“ sagte Prem mit gesenkten Blick nach unten. „Wie kommst du denn darauf“ sagte Sanjana und hielt ihm einen Taschenspiegel entgegen. „Nein, ich möchte nicht“ sagte Prem und wollte zuerst nicht reinschauen, bis er zögerlich einen Blick rein warf. Und er sah sein richtiges Gesicht wieder. „Das bin ja ich“ sagte er und seine Hände glitten über sein Wangen rüber. „Ja, das bist du“ sagte Sanjana.

Ihr möchtet jetzt sicherlich wissen, was aus Prem geworden ist. Prem verließ mit Sanjana London und lebte in Delhi, wo er mit Sanjana ein Heim für Kinder die vom Krieg und Terroranschlägen entstellt waren, führte. Die kleinen Kinder wuchsen ihm richtig ans Herz. Jedes von ihnen war ganz besonders gewesen und auch trotz ihrer Entstellungen schön gewesen. Was er ihnen auch beigebracht hatte. Und auch Sanjana war für ihn mehr geworden. Tja, und was aus Raj geworden ist. Er führte das Unternehmen weiter. Bis eines schönes Tages, während er einen Rundgang durchs Gebäude machte, er eine Stimme hörte, die zu ihm sprach. „Mister. Möchten sie, das ich ihnen die Zukunft vorhersage?“

~Ende~
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Frühling
Kleeblatt
Geburtstag

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Sa 8 März 2014 - 23:18

@Ambar1980:
Wow, was für eine schöne Geschichte, Ambar! verliebt Hast du Beastly gesehen? :D Ich liebe diesen Film! ♥ Ich weiss nicht, ob du die Geschichte von dem Film abgeleitet hast oder ob mich die Geschichte einfach so an den Film erinnert! Jedenfall eine ganz tolle Idee! daumenhoch besonders das Ende gefällt mir enorm gut, was dann mit Raj passiert ist! lach2


Die drei nächsten Worte Frühling, Kleeblatt und Geburtstag gefallen mir irgendwie... werde mich mal daran setzen. winke
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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   So 9 März 2014 - 12:53

@VeerZaaraLady:
Vielen lieben Dank für dein Kompliment. ganzdolllieb Nein, den Film Beastly habe ich leider nicht geschaut.  tutmirleid Wobei die Geschichte in diese Richtung auch geht. zwinker Ich hatte das Bild von die Schöne und das Biest vor mir. Aber im Grunde genommen sind die beiden miteinander vergleichbar. Jap, was wohl Raj passiert war.  :D   dumdidum Bin jedenfalls auf deine KG sehr gespannt.  bounce

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Di 11 März 2014 - 13:20

So, nun habe ich es geschafft. Ich entschuldige mich jetzt bereits, die Geschichte ist etwas trauriger geworden, als ursprünglich geplant. Dabei hast du Ambar so schöne drei Worte ausgesucht. lach2 
Hier also die Geschichte:


Die Natur der Zukunft
 
Frühling. 14. März, 2100. Mit geschlossenen Augen liegt die siebzehnjährige Lucy auf einer grünen Wiese und zieht die Luft tief ein. Die warmen Sonnenstrahlen kitzeln ihre Nasenspitze und bringen sie zum Schmunzeln. Die Grashalme unter ihrem Körper schmiegen sich durch einen gleichmässigen, angenehmen Wind sanft an ihre Beine und nackten Füsse.
Nach einer Weile öffnet Lucy ihre Augen wieder und setzt sich auf. Sie sieht zu dem kleinen Wasserfall, der in Form eines Bächleins seinen Weg durch die Wiese weiter formt. Ein leises Plätschern ist zu hören. Für Lucy ist das hier das Paradies. Die Sonne scheint und wärmt ihre blasse Haut. Der sanfte Wind weht durch ihre langen, gold-braunen Haare und bewegt ihr Sommerkleid hin und her. Es ist wunderschön hier. Das Leben ist perfekt. Für einen Moment ist alles so, wie es sein sollte. Die Natur und die Welt scheinen im Einklang.
 
Lucys Blick geht über die Wiese. Neben ihrer Hand, die sie am Boden abgestützt hat, entdeckt sie ein kleines Kleefeld. Augenblicklich beginnen ihre Augen zu strahlen und sie beginnt, das Kleefeld abzusuchen. Erstaunlich schnell wird sie fündig. Ganz ehrfurchtsvoll legt sie die Finger um ein vierblättriges Kleeblatt. Sie reisst es nicht aus. Viel zu schade wäre es, das Kleeblatt von ihrem Umfeld zu entfernen und dann eintrocknen zu lassen.
Wird nun alles besser?, fragt sich Lucy in Gedanken. Ihr Herz zieht sich schmerzlich zusammen, wenn sie an die momentane Situation denkt.  Ein vierblättriges Kleeblatt bringt Glück. So heisst es doch! Wird nun doch alles gut? Soll ich noch weiter hoffen?
Plötzlich wird Lucy schlagartig wieder aus den Gedanken gerissen. Neben dem vierblättrigen Kleeblatt befindet sich ein weiteres! Ebenfalls hat es vier Blätter! Die Siebzehnjährige reisst die Augen auf. Doch plötzlich wird ihr klar: Jedes dieser Kleeblätter besteht aus vier Blättern. Da ist kein einziges dreiblättriges Kleeblatt!
Was ist hier los?, erschrickt Lucy. Noch einmal sieht sie sich auf der Wiese um. Plötzlich erscheint ihr alles anders. Sie sieht nicht nur die Wiese und das Bächlein. Nein. Sie sieht hoch zu dem grellen Scheinwerfer, der ihr vorgaukelt, er sei die Sonne. Sie sieht zu den Ventilatoren, die vorspielen, der frische, natürliche Wind zu sein. Und sie sieht zu der Tür, durch die sie gekommen ist, um sich anlügen zu lassen, dass die Welt noch in Ordnung sei.
 
Eine Träne löst sich aus Lucys Augen. Fällt über ihre Wange herab auf ein paar Grashalme, bevor sie im Erdboden versickert. Die nächste Träne wischt sich Lucy mit dem Handrücken von der Wange. Was hab ich mir nur gedacht, hier her zu kommen! Was habe ich erwartet? Das wahre Leben zu sehen? Das ist nicht das wahre Leben, es war es. Einmal. Doch jetzt ist alles anders. Von dieser Welt hier ist nichts mehr übrig da draussen! So weit ist es schon gekommen, dass ich an meinem Geburtstag in ein Museum gehen muss, damit ich ein paar Quadratmeter Natur finde!
Lucy hat genug. Sie hat genug gesehen. Die Freude an diesem kleinen Paradies ist vergangen. Eilig steht sie auf und läuft auf die Tür zu, die den Raum von der Aussenwelt abschliesst. Ohne einen Blick zurück zu werfen, öffnet sie die Tür und verschwindet.
Hinter der Tür ist ein kleiner Zwischenraum. Dort hat sie ihre Tasche liegenlassen. Mit einem leisen Seufzer schlüpft sie in ihre Jacke, greift in ihre Tasche und holt den weissen Mundschutz hervor, den sie immer dabei hat. Emotionslos, ja fast apathisch zieht sie die Atemschutzmaske an und öffnet dann die nächste Tür. Vor ihr erstreckt sich die wahre Welt. Eine graue Welt. Die Sonne ist nicht zu sehen. Sie schafft es nicht mehr, zu den Menschen durchzudringen. Kein Baum ist zu sehen. Er könnte nicht überleben. Nicht bei dieser Luft und ohne Sonne. Häuser reihen sich aneinander. Kilometerlang. Und ragen hunderte Meter in die Höhe.
Lucy senkt ihren Blick. Sie will es nicht sehen. Stattdessen wirft sie sich ihre Tasche über die Schultern und verschwindet dann mit hängenden Schultern in dem grauen, nebligen Smog, der sie nach wenigen Metern vollständig verschluckt, wie er alles verschluckt, das um ihn herum ist… Er verschluckt die Luft, die die Menschen so dringend zum Leben bräuchten. Und er verschluckt die Sonne, ohne die die Menschen in Depressionen verfallen. Und er verschluckt das kleine Gebäude, in dem das letzte Stückchen Natur zu sehen ist, das die Welt noch zu bieten hat….
 
Ende.
---
 
Die nächsten drei Worte:

·   Briefumschlag
·   Mut
·    Bahnhof
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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Di 11 März 2014 - 18:36

@VeerZaaraLady:
Finde deine KG sehr schön und auch sehr lehrreich.  zwinker
Wenn wir uns nicht ändern, dann könnte die Zukunft wirklich irgendwann so aussehen, wie in deiner KG beschrieben.  angst3 

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Mi 12 März 2014 - 14:55

Wow, deine KG war wieder seeeeehr seeehr geil. Du hst mich richig berührt. Amber hat recht, entweder so wird die Welt bald aussehen oder aber die Welt wird durch Heitek ersetzt.

Aber auch alle anderen entsandenen KGs der letzten Male sind sehr gut geworden.


Ich würde mich an die neuen drei Wörter: Briefumschlag, Mut und Bahnhof versuchen. smile

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Sa 15 März 2014 - 17:59

Warum ich mich für die Worte entschieden hab? hehe Fragt sich sicher keiner, aber es gibt einen Grund und zwar erschienen sie mir passend für den Anfag zu einer meiner Geschichten in einer FF von mir, die ich gerade am ausarbeiten bin. lach2
Egal, lange Rede kurzer Sinn. Ich hab die KG endlich fertig bekommen (erst heut geschrieben, eben gerade... dumdidum):


Things We Lost (Ausschnitt)

Starr blickt er auf den Briefumschlag in seinen Händen. Auf einer Bank hat er sich nieder gelassen. Nur sehr schwach hört er die Durchsagen die die Züge aufriefen. Er weiß nicht was ihn hier her geführt hat. War es der Lärm, die vielen Menschen die er gerade braucht? Ein Ort an dem er einfach nicht gesehen wurde. An dem ihn niemand wahr nahm. An dem er einfach nur für sich war und nicht von jedem angesprochen wurde. Keine lästigen Fragen hört, keine Trauer verspürt und kein Mitleid vorgegaukelt bekommt.
Doch trotz des Lärms dringen Stimmen an sein Ohr, die er seit Tagen nicht los bekommt und die ihn fast wahnsinnig machen. Wahnsinnig vor Wut.


„Wie geht es dir? Ich hab das von Ayla gehört. Es tut mir schrecklich leid.“
„Du wirst drüber hinweg kommen.“
„Es wird de Tag kommen da triffst du eine neue Frau und dann vergisst du die letzten Jahre.“

Ich hasse es. Ich kann es nicht mehr hören.
Ja, es sind die typischen Reaktionen und auch scheint diese Geschichte anzufangen wie jede andere. Ihr kennt diese Geschichten. Durch einen tragischen Unfall kommt die Person die man liebt ums Leben und man muss sich neu ins Leben einfügen.
Aber ihr kennt sie nicht.
Ihr kennt meine Geschichte nicht. Ihr kennt meine Ayla nicht.

Das einzige was ich von ihr habe ist dieser Brief und das Lied, das ich für sie geschrieben hab.
Aber das ist mir zu wenig. Denn ich will meine Ayla wieder.
Könnt ihr das nachvollziehen? Habt ihr schon so einmal geliebt? So einmal wie ich es getan hab?
Wenn ihr Ayla kennen würdet, dann würdet ihr mich sicher verstehen.

Er sieht wieder auf, direkt auf die Zuggleisen die sich auf dem kleinem Bahnhof befinden. Immer wieder huschen Menschen hektisch an ihm vorbei. Sehen nicht zu ihm. Warum auch? Sie kennen ihn nicht und er sieht auch nicht ungepflegt aus. Er sieht aus wie sie. Wie sie alle. Und für ihn sehen sie auch alle gleich aus. Niemand sticht ihm aus der Menge hervor. Keiner.
Er ist völlig in Trance, lebt schon nicht mehr in dieser Welt.
Er ist allein. Völlig allein.

Plötzlich packt ihn eine gewisse Kraft. Etwas eigenartiges. Er sieht gerade aus, auf einen Zug, am andere Bahngleis.


Ich habe einen Entschluss gefasst. Ich hatte ihn bereits gefasst eh ich mich hier heute hin getraut hatte.
So unsinnig es in euren Ohren klingen mag, aber ich will nicht mehr leben. Für mich gibt es nichts mehr was mich von diesem Entschluss abhält.

„Du hast gesagt, wir wurden ohne alles geboren.
Und haben jetzt todsicher auch nichts.“


Diese bekannten Zeilen schiessen ihm durch den Kopf, wie er aufsteht und langsam aber sicher einen Fuß vor den anderen setzt.

Sicher muss diese Geschichte enden wie sie sich jeder vorstellt. Eine Geschichte die schon typisch anfängt muss auch typisch ändern.
Aber ihr kennt mich nicht, ihr kennt meine Geschichte nicht. Und ihr kennt meine Ayla nicht. Okay, ja der Weg für Ayla ist zu Ende und... hoffentlich auch gleich meiner. Aber dennoch möchte ich euch sagen, dass diese Geschichte nicht einfach eine typische Geschichte ist. Es ist meine Geschichte. Und es ist Aylas Geschichte.

Ihr denkt jetzt sicher es ist Mut der mich leitet das zu tun, was ich gerade tue.
Aber ich weiß, dass es Ayla ist...

- ENDE -


*****
Die neuen Wörter:
Kuss
Kiosk
Kinder

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Zuletzt von -A. am Di 29 Apr 2014 - 18:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   So 30 März 2014 - 22:16

Wow, finde deine KG wirklich klasse, -A.  top Da kein anderer sich an die Worte traut, versuche ich mein Glück damit. Kann aber ein bisschen dauern. Vielleicht schaffe ich es ja bis Mittwoch. Oder auch eher. Kommt darauf an, ob mir was dazu schnell einfällt.  zwinker

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Mo 31 März 2014 - 19:51

Tata, habe die KG schneller geschafft, als ich gedacht habe.  :D  Ich hoffe, sie gefällt euch auch. Viel Spaß beim lesen.  zwinker 

Liebe oder Freundschaft

England/London
„Was ist nur mit mir los?“ kommt mir der Gedanke, während ich die Straße entlang gehe. Mein Herz rast noch immer wild vor Erregung gegen meine Brust. Ich kann nichts mehr richtig wahrnehmen. Alles um mich herum ist als wäre es nicht mehr vorhanden. Nur ich bin noch da. Selbst die Kinder, die an der Straßenseite Seilhüpfen nehme ich nicht mehr wahr. Ich sehe nichts mehr vor mir. Ich gehe an einem Kiosk vorbei, wo Anil, der liebenswürdige Kiosk Besitzer, denn ich seit meiner Kindheit kenne, was zu mir sagt. Doch selbst Anil kann ich nicht wahrnehmen, oder hören was er gerade zu mir gesagt hatte. Ich kann seit jenem Moment nichts mehr wahrnehmen. Ich sehe nur ihn vor mir. Den Mann, weshalb mein Herz und Verstand gerade Achterbahn fährt. Wie konnte das nur passieren? Wie konnte ich die ganze Zeit nicht bemerken, was er für mich die ganze Zeit gefühlt hatte? Raj, mein bester Freund. Mit dem ich meine Kindheit verbracht hatte. Und heute hatte er sich mir anvertraut. Mir gesagt, dass er mich liebt. Wieso hatte er so lange gebraucht um mir die Wahrheit zu sagen? Und wieso gerade jetzt? Jetzt, wo meine Heirat mit jemanden anderen von meinen Eltern vereinbart wurde. Er liebt mich. Aber Liebe ich ihn auch? Ich hatte schon immer das Gefühl das zwischen uns beiden viel mehr war, als nur Freundschaft. Aber keiner von uns beiden hatte den nächsten Schritt gewagt. Bis heute, als ich Raj erzählt hatte, was meine Eltern mir gesagt hatten. Seit heute hatte sich alles geändert.  

Tränen bannen sich langsam mein Gesicht runter. Als es in dem Moment auch anfängt zu regnen. Dem Himmel scheint es genauso zu ergehen, wie es mir ergeht. Ich fühle mich zutiefst traurig und unsicher. „Meena“ höre ich dem Moment meinen Namen sagen und ich drehe mich um. Es ist Raj. Ich erkenne an seinem Blick, das es ihm leid tut, das er es mir gesagt hatte. „Meena, ich wollte nicht, dass...“ fängt Raj an zu sagen und hört mitten im Satz auf. „Wieso Raj? Wieso erzählst du mir erst jetzt, was du in Wirklichkeit für mich empfindest?“ frage ich und schaue ihn entschlossen und ernst an. „Jetzt wo du weißt, dass ich bald meinen zukünftigen Ehemann kennen lernen soll. Ist das vielleicht der Grund?“ „Nein, ..... vielleicht doch“ gibt Raj nach kurzer Zeit zögerlich zu. Der Regen, der gerade noch mit mir trauerte, hört in dem Moment auf. Eine Stille liegt plötzlich zwischen uns. Keiner von uns beiden will was sagen. Wir schauen uns beide nur an. Bis Raj diese Stille nach einer Weile unterbricht. „Möchtest du diesen Mann heiraten?“ fragt er mich. „Ich weiß es nicht, Raj“ antwortete ich zögerlich. „Wieso willst du dich mit ihm dann treffen, wenn du dir unsicher bist, Meena“ sagt Raj und kommt langsam auf mich zu und legt seine Hand gegen meine Wange. „Ich habe es meinen Eltern versprochen“ antworte ich und schaue nach unten. Ich kann Raj nicht in die Augen blicken. „Liebst du mich?“ fragt  Raj mich. Eine Frage, worauf ich keine richtige Antwort sagen kann.  Einerseits war da immer dieses Gefühl was ich hatte, wenn er in meiner Nähe war. Auch die gewissen Gedanken, wenn eine andere Frau versuchte mit Raj zu flirten. Doch andererseits war dieser gewisse Gedanken in mir drinnen. „Liebte er mich wirklich? Oder wollte er nicht, dass ich jemanden heiraten würde. Aus Angst, er würde mich verlieren?“ Ich hörte Raj wie er schwer ausatmete. „Dein Schweigen sagt mir alles, Meena. Wenn es so ist, dann möchte ich dir nicht im Wege stehen“ höre ich Raj traurig sagen. Raj beugt sich langsam zu mir runter und gibt mir einen Kuss auf meiner Stirn. Ich schließe meine Augen, als ich seine Lippen auf meiner Haut spüre. „Ich wünsche dir alles Glück der Welt, liebste Meena“ höre ich Raj sagen. Ich hebe meinen Kopf und sehe Raj, wie er sich von mir entfernt. Ich spüre das Verlangen ihm hinterher zu rennen. Ihm zu sagen, was ich für ihm fühle. Raj ist jetzt einige Meter von mir entfernt.

„RAJ“ schreie ich in dem Moment. Es ist mir vollkommen egal, was die Leute von mir denken, die gerade anwesend sind. Raj bleibt stehen und dreht sich zu mir um. Ich gehe zu ihm rüber. „Du hast mich vorhin gefragt, ob ich dich liebe. Ich schulde dir noch eine Antwort darauf. Und die möchte ich dir jetzt geben“ sage ich ihm. Raj schaut mich an. Sein Atmen wird immer schneller, während ich zu ihm spreche. Ich merke, dass er nervös wird. „Ich fühle auch seit einiger Zeit, dass zwischen uns viel mehr ist, als nur Freundschaft. Ich weiß nicht, ob du es bemerkt hast, aber ich war immer ein wenig Eifersüchtig gewesen, wenn eine andere Frau versucht hatte, mit dir zu flirten. Als meine Eltern mir gesagt hatten, dass ich bald heiraten sollte, war mein erster Gedanke, dass ich dich nicht mehr sehen würde. Und das tat mir weh. Sehr sogar“  sagte ich zu ihm. „Mir erging es nicht anders, Meena. Ich wollte es nicht glauben, als du es mir gesagt hattest. Ich wollte, dass das nur ein böser Alptraum war, aus dem ich aufwachen würde“ sagte Raj. „Raj, ich liebe dich auch. Ich liebe dich und möchte mit dir mein Leben verbringen“ beantwortete ich nun seine Frage, worauf Raj mich mit überglücklichen Augen anschaut. Raj beugt sich zu mir runter. Mein Herz pocht wieder wild gegen meine Brust, als er mich zärtlich auf meinen Mund küsst. Ich schließe meine Augen wieder, während wir beide auf dem Gehweg stehen. „Schau mal, Opa. Die küssen sich ja“ sagte ein kleines Mädchen zu seinem Großvater und fängt an zu kichern. „Ach ja, die junge Liebe“ erwidert der alte Mann und fängt an zu lächeln. Doch Raj und ich bekommen davon nichts mit. „Raj, wie soll es nun mit uns weitergehen?“ frage ich ihm. „Ich werde zu deinen Eltern gehen und mit ihnen darüber reden. Ich werde ihn erzählen, dass wir beide uns lieben“ erklärt mir Raj. „Meinst du sie verstehen es?“ frage ich Raj. „Ja, und wenn nicht dann werde ich dich einfach entführen, Meena. Genauso wie es mein Namensvetter gemacht hatte. Dilwale Dulhania Le Jayenge." "Ach Raj" erwiderte ich darauf und fange wieder an zu schmunzeln.

Als wir beide zu meinen Eltern gehen, wird mir sehr unwohl zu Mute, was Raj auch bemerkt. „Meena, habe keine Angst“ sagt er zu mir und streichelt zärtlich über meine Wange. Vor der Haustür angekommen  betätigte ich die Türklingel mit etwas zittrigen Fingern. Meine Mom öffnet die Tür und lässt uns beide rein. Als wir ins Wohnzimmer kommen sehe ich meinen Dad. Aber auch die Eltern von Raj sind da. „Mom, Dad. Was macht ihr denn hier?“ fragt nun Raj seine Eltern. „Raj, mein Sohn“  fängt sein Vater an. „Deine Mutter und ich haben uns entschlossen, dass es für dich Zeit wird, zu heiraten“ erzählt ihm sein Vater, worauf ich zusammen zucke. „Zuerst ich, und nun soll Raj verheiratet werden“ kommt mir der Gedanke und ich schaue Raj an. Ich kann auch deutlich sehen, wie entsetzt er über das ist, was er gerade gehört hatte. Gerade jetzt, wo wir unsere Liebe zueinander gestanden habe, sollen wir getrennt werden. „Du willst mich mit jemanden verheiraten lassen?“ fragt Raj seinem Vater, der mit dem Kopf nickt. „Nein“ antwortet Raj. „Wie bitte, Sohn?“ fragt sein Vater. „Ich liebe Meena und auch sie liebt mich“ sagt Raj fest entschlossen. Ich schaue  erschrocken von Raj zu meinen Eltern und zu Raj´s Eltern. Der Gesichtsausdruck von meinen Vater, sowie von Raj´s Vater ist ernst. Mein Vater kommt auf uns beiden zu. „Ist das die Wahrheit?“ fragt mich Dad. Ich schaue kurz zu Raj und dann zu meinen Dad, der vor uns beiden  nun steht und uns mit einem Blick anschaut, den ich nicht deuten kann. Doch ich will meinen Vater zeigen, dass es mir ernst ist. „Ja, ich liebe ihn. Ich liebe ihn sehr sogar“ antwortete ich selbstsicher. Raj´s Vater kommt nun auch auf uns beiden zu. „Du bist dir wirklich sicher, dass du dein Leben mit ihm verbringen willst?“ fragt mich mein Dad. „Ja“ antwortete ich entschlossen. „Sohn, du bist dir auch wirklich sicher, dass du dein Leben mit ihr verbringen möchtest?“ fragt nun Raj´s Vater. „Ja, Dad“ antwortet Raj auch fest entschlossen. „Na, dann wäre das ja geklärt“ sagen beide zeitgleich. „Willkommen in unserer Familie, Meena“ höre ich nun Raj´s Vater sagen, der wieder anfängt zu lächeln. Auch mein Dad lächelt plötzlich. „Moment Mal. Ihr habt nix dagegen?“ fragt Raj und schaut seinen Vater verwirrt an. Auch ich schaue meinen Vater mit verwirrten Gesichtsausdruck an. „Wieso schaut ihr so verdattert?“ fragt mein Dad uns. „Meena, wir hatten dir gesagt, dass wir dich mit jemanden verheiraten wollten? Wir hatten immer das Gefühl gehabt, dass zwischen euch beiden viel mehr bestand, als nur Freundschaft. Wir wollten heute mit Raj´s Eltern darüber reden. Und wir einigten uns darauf, dass wir die Hochzeit nur stattfinden lassen, wenn ihr euch wirklich liebt“ erzählt mein Dad. „Und was ist, wenn ihr euch getäuscht hättet?“ frage ich meinen Vater. „Dann wäre es eben nicht dazu gekommen“ antwortet mein Dad. „Ihr wolltet also mich gar nicht mit jemanden anderen verheiraten lassen?“ frage ich nach. „Nein Tochter. Wenn es eine Hochzeit gibt. Dann nur eine Liebes Hochzeit und keine arrangierte Hochzeit“ erklärt mir mein Dad, worauf ich meinen Dad überglücklich drücke und Tränen vor Freude mein Gesicht runterlaufen. „Ich danke dir, Dad“ flüsterte ich leise ihm zu. „Mach sie glücklich, Raj“ sagt mein Vater zu Raj und klopft ihn freundschaftlich auf die Schulter. „Das werde ich“ antwortet Raj.

~Ende~
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Hier die nächsten drei Worte.
Viel Spaß beim schreiben.  schreiben

- Don
- Angst
- Rache

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   So 20 Apr 2014 - 18:38

@all:
Waren die von mir ausgesuchten drei Wörter zu schwer   rotwerd   loch oder hat keiner mehr Zeit zum schreiben einer KG??

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BeitragThema: Re: Das KurzGeschichten-Spiel   Mo 21 Apr 2014 - 0:24

Mir fiel NICHTS ein, daher dachte ich, dass sich vielleicht wer anderes findet. Aber das hat es bis heute wohl nicht. Und somit hab ich einfach mal mit etwas angefangen. Und das ist dabei raus gekommen (fast zwei Seiten eek):

Rache

Ich schaute noch einmal in den Spiegel. Ich wusste zwar nicht auf was ich mich da einließ, aber es hieß, dass es am Ende alles wieder gut werden würde. Und ich hoffte sehr, dass es so war. Ich hatte zwar keinen Anhaltspunkt, nichts was mich beruhigte, aber ich fühlte mich gezwungen.
Gezwungen von jemanden den ich nicht kannte. Jemand der sich bei mir meldete, um mir eine Aufgabe zu geben. Für einen hohen Preis. Meinen Freund.

» Adi (eigentlich Adrian) kannte ich jetzt schon 5 Jahre und von diesen 5 Jahren gingen wir nun schon 4 Jahre zusammen. Am Abend eines regnerischen Tages wollten wir gemeinsam unseren Jahrestag feiern. Im Restaurant in dem wir das erste Mal zusammen waren. Er rief mich gegen Mittag noch an, dass es bei ihm etwas später werden würde, aber das der Tisch bereits reserviert ist und ich gerne früher da sein könnte.
Ich war wie immer pünktlich. Von einer Frau wurde ich an den Tisch geführt, auf dem bereits eine Flasche Champagner, zwei Teller, Besteck und Gläser standen. Nichts ungewöhnliches. Was aber meinen Blick fesselte, war der Gegenstand auf einen der zwei Teller. Eine blaue kleine Schachtel lag ungeöffnet platziert in der Mitte des Tellers. Ich setzte mich an die Seite der Schachtel und blickte sie lange an. Ein Lächeln zierte mein Gesicht. Adi war immer für Überraschungen gut, aber damit hatte ich nicht gerechnet. Obwohl ich mich zuerst nicht traute die Schachtel zu öffnen ergriff ich sie und öffnete sie. Sie war jedoch leer. Der schwarze Schaum in der Schachtel enthielt jedoch einen Schlitz, in den ein Ring hätte rein gehört.
Adi und seine Scherze.“, schoss es mir durch den Kopf. Er wusste wie es mich ärgerte, dass er nicht heiraten wollte und er es mir immer wieder unter die Nase reiben wollte. Aber das, das war schon echt etwas verletzend.
Ich legte die Schachtel auf den Tisch, atmete einmal tief ein und aus... der konnte sich auf was gefasst machen, wenn der gleich kam. Erst dann fiel mit der kleine Zettel auf dem Teller auf, der unter der Schachtel lag. Diesen nahm ich in die Hände:
Du erwartest deinen Freund, nicht wahr?
Auf den kannst du lange warten, es sei denn du machst was ich verlange. Dein Freund hat den Auftrag nicht zu ende geführt, jetzt ist er bei mir.
Ruf die Nummer auf diesem Zettel an, dann sag ich dir was du tun sollst.
Wenn du nicht das zu ende führst, was dein Freund nicht konnte, wirst du deinen Adi nie wieder sehen.
DON.
«

Adi hatte schon hin und wieder von diesem Don geredet, aber nie was er tat, oder geschweige denn was dieser Don machte.

Heute Abend jedoch war der Tag an dem ich meinen Adi wieder sehen sollte. Nach fast 3 Monaten. Ich hoffte es ging ihm gut, jedenfalls versicherte mir das dieser Don. Natürlich auch Adi, mit dem ich bei jedem Telefonat reden konnte.


Ich stand vor einem großem weißen Haus und musste gestehen, dass ich mir der ganzen Sache nicht so sicher war. Aber Don versicherte mir, dass alles glatt laufen würde, wenn ich nur das machen würde, was er sagte.
Und das tat ich. Das tat ich inzwischen ganz gut. Ich war wie ein Roboter, eine Maschine. In den Händen von Don. Ich wachte morgens auf und bekam einen Anruf, ging abends ins Bett und bekam einen Anruf. Don wusste stets was ich machte, aber ich... ich kannte diesen Don nicht. Hab ihn nie zu Gesicht bekommen. Und das wollte ich auch nicht. Wer weiß vielleicht musste er ja eine Maske tragen um die Menschen in seiner Umgebung nicht in Angst und Schrecken zu versetzen.

Nachdem ich geklingelt hatte und kurz darauf ein ältere Mann die Tür öffnete konnte ich eintreten. Besser ich sah das Haus nicht mehr von außen, es sah viel zu monströs (oder eher mysteriös) aus, als das es einladend auf mich wirkte. Von dem älteren Mann wurde ich dann zu einem der weiter hinten liegenden Räume, des Hauses, geführt. Dachte ich. Am Ende des Ganges bogen wir rechts in einen weiteren Gang ein. Irgendwann stoppten wir und er öffnete die letzte Tür gerade aus. Der Raum war groß, aber dennoch sehr schlicht und gemütlich eingerichtet. Ich versuchte mich jedoch nicht zu sehr auf den Raum zu konzentrieren, sondern auf das was ich sagen sollte.
Ein junger Mann stand von seinem Platz auf. Er war mir von Anhieb unsympathisch. Er schien ständig mit mir flirten zu wollen und warf mir immer irgendwelche komischen Blicke zu. Ich gab mein Bestes um sachlich zu bleiben und ihm keine Ohrfeige zu verpassen.

Wie ich nach einer halben Stunde das Haus verließ strebte ich etwas ganz anderes an. Nicht mein zu Hause, nein, etwas war viel wichtiger. Adi.
Per SMS bekam ich eine Adresse zu der ich fahren sollte, außerdem stand in der SMS noch 'Sollte ich in wenigen Minuten einen Anruf von meinem Geschäftspartner mit dem du gerade geredet hast bekommen, dann wirst du dort deinen Adi finden. Wenn nicht, dann wirst du das sehr bereuen.
DON.'

An einer von der Stadt ausgelegten Halle kam ich an, Ich stieg aus meinem Wagen und ging mit schnellen Schritten auf den Eingang zu. Die große Tür geöffnet, war es sehr dunkel in der Halle. Bis auf eine Fläche die in Licht gehüllt war war nichts zu sehen. Ich erkannte nur schwer, dass sich jemand dort befinden musste. Ich erhöhte mein Tempo erneut und sackte dann in dem mit Licht gefluteten Bereich zusammen.

Adi lag auf dem kalten Boden. Die Augen geschlossen.
Mit zitternden Händen ergriff ich sein Gesicht. Ich flüsterte seinen Namen, bis ich etwas Nasses neben seinem rechten Ohr spürte. Ich drehte seinen Kopf etwas zu mir und erkannte, dass das Nass Blut war. Und dann, dass Adi keinen Puls hatte.

Tränen rannen mir die Wange hinunter, wie ich Adi fest an mich drückte.
Ich verstand das alles nicht. Ich verstand nicht wie Adi zu diesem Don gekommen ist. Ich verstand nicht mal wie ich mich davon mitreisen lassen hab.
Aber eines verstand ich... Don war weder nett, noch konnte man ihm eines seiner Worte glauben. Und trauen konnte man ihm auch nicht. Und noch etwas weiteres verstand ich... Dass das hier nach nur einem Schrie. Nach Rache...

- ENDE -


*****
Die neuen drei Wörter:
- Film
- Sonne
- Lachen

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